ACHTUNG: Greift die österreichische ASFINAG deutsche Wohnmobilisten ab?

Mit dem Wohnmobil zum Videodreh

HOLIDAY-INSIDER.TV berichtet hunderttausenden interessierten Followern über die Welt des Reisens — per Flug, per Auto und per Wohnmobil. Zu den Drehterminen geht es mit einem Wohnmobil, 4 Tonnen.

Vor Jahren bereits waren die Reporter nach einer Durchfahrt durch Österreich nach Kroatien mit der ASFINAC, die in Österreich die Autobahnen und somit die Maut verwaltet, aneinander geraten: Nach dem Kauf einer „Go-BOX“ — ein kleines Kästchen, das an der Frontscheibe angebracht während der Fahrt die gefahrenen Kilometer zählt — gab man die Schadensklasse an, die auf dem grünen Aufkleber steht, „4“, an, lud die Box mit Guthaben auf und fuhr innerhalb von 5 Wochen durch Österreich.

Etwa drei Monate nach Rückkehr kam eine unangenehme Überraschung: Man solle nun 200,00 plus 40,00 Euro Verwaltungsgebühren als „Ersatzmaut“ zahlen, da man die Schadstoffklasse nicht nachgewiesen habe.

Wie bitte? Man hatte alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet, hatte die Maut bezahlt und nun das?

11.09.2020: Kauf einer Go-BOX an der Shell-Tankstelle Europabrücke in Schönberg. Aufladen der Box, Bezahlen per Karte. Man erhält eine etwa 5 Zentimeter breite Quittung, die jedoch fast 70 cm lang ist und auf der Rückseite eine Bleiwüste hat, Blocktext in 7 Punkt gedruckt: Hinweise zum Anbringen der Box, Bedienungsanleitung der Box. Die freundliche Verkäuferin versichert auf die wiederholte Frage, ob nun noch etwas erledigt werden müsse, dass alles klar du sie nun einen schönen Aufenthalt wünsche.

Kein Hinweis, kein Schild, kein gesonderter Zettel o.ä. der darauf hinweist, dass Nachweise vom Führer des Wohnmobils nachzureichen sind , die die Schadstoffklasse belegen. Die Klasse „3“ ist die teuerste — die vermeintlich richtige steht für jeden sichtbar an der Scheibe, „4“.

Dezember 2020: HOLIDAY-INSIDER.TV erhält ein Schreiben mit der Aufforderung, nun 2 mal 240,00 Euro zu zahlen. Begründung: man habe die Schadensklasse nicht nachgewiesen, die Aufforderung dazu befand sich in 7 Punkt Schriftgröße in der Bleiwüste des 70 Zentimeter langen Papierwurms, den man nach Zahlung der Mount zusammen getackert von der Mautverkaufsstelle in Schönberg erhielt.

Zahlungserinnerung, Mahnung?

Eine Mahnung, Zahlungserinnerung erfolgt nicht. Die Angelegenheit wird von der ASFINAG gleich an die gerichtliche Mahnstelle weitergegeben.

Bei der Recherche stellt sich heraus, dass dieser Fall bereits unzähligen Wohnmobilisten passiert. So liegt der Verdacht nahe, dass das Vorgehen der ASFINAG Methode hat. Ein im europäischen Sinne ordentlicher Kaufmann würde explizit den Fahrzeugführer auf seine Pflicht aufmerksam machen, sein Verkaufspersonalanweisen, darauf hinzuweisen.

So ergibt sich dann ja immer wieder die Gelegenheit, 240,00 Euro zu kassieren, für die nicht großartig zu arbeiten ist. Dass das nicht die geeigneteste Methode ist um den Tourismus Östereichs anzukurbeln nach stagnierenden Sommern und dem Ischgl-Skandal ist jedem klar.

Über die sozialen Netwerke und telefonisch hat man zugesagt, sich bei uns zu melden. Wir sind gespannt und werden berichten.



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